Lesung: Brita Steinwendtner aus „Gesicht im blinden Spiegel“
Sonntag, 29. November 2020, 18:00 Uhr

Haus der Kultur
Moderation: Roman Reisinger


„… um dieses eine Schicksal zu retten vor dem Vergessen im Perpetuum der Zeit.“

In ihrem neuen Roman entwirft Brita Steinwendtner die fesselnde Lebens- und Familiengeschichte von Johannes, der verletzt an Gesicht und Seele einen Krieg übersteht und nun Zeit seines Lebens versucht, Wertschätzung, Liebe und einen eigenständigen Weg zu finden. Historisch zwischen 1866 und 1916 angesiedelt, spiegeln die Schicksale der Menschen in ihren Konflikten, Ängsten und Hoffnungen jegliche Gegenwart wider.
Böhmens nordöstliches Grenzland, ein österreichisches Gebirgstal und ein unbekanntes Venedig sind die Schauplätze, eine Trompete und ein Cello spielen die Melodie dieses verführerischen Leseabenteuers.
Ein Buch über neue Lebensentwürfe in der Fremde und vom Heimkommen. Ein Roman über die Liebe und die Wiederkehr des Sommers.


ZUM BUCH:
Johannes ist jung, musikalisch und kriegsbegeistert. Mit sechzehn Jahren zieht er im Juli 1866 als Trompetenspieler in die Schlacht von Königgrätz zwischen der österreichischen und preußischen Armee. Verletzt überlebt er, fortan fehlt ihm jedoch ein Teil von Wange und Kinn. Der junge Mann lernt zu leben mit dem, was nicht mehr da ist. Er stellt sich Spott und Ablehnung, erlernt den Beruf des Kunstschmieds und stärkt sich an seinem handwerklichen und kaufmännischen Geschick. Halt findet er in der Musik – er hat zum Cello gewechselt – und bei Valerie, seiner Liebe, die ihm zunächst unerreichbar scheint. Mit großem Gespür für ihre Figuren erzählt Brita Steinwendtner in diesem atmosphärisch dichten Roman das zeitlose Schicksal eines Mannes, dem es gelingt, den widrigen Zeitläuften die Stirn zu bieten und seine pazifistische Haltung zu wahren.
„Gesicht im blinden Spiegel“ entwirft das weit gespannte Panorama einer fesselnden Familien- und Zeitgeschichte über mehrere Jahrzehnte und führt in unterschiedliche Landschaften – vom „Böhmischen Paradies“ über das Sensengebiet des österreichischen Steyr-Tals bis in das „weiße Haus“ von Venedig. Es ist eine vielstimmig erzählte Geschichte von Krieg und trügerischem Frieden, neuen Lebensentwürfen in der Fremde und vom Heimkommen. Ein Roman über die Liebe und die Wiederkehr des Sommers.

Rezensionen, Statements, Briefe

Karl-Markus Gauß
„Geduldig recherchiert, mit Empathie imaginiert: Brita Steinwendtner hat einen farbenreichen Roman vom versehrten Leben zwischen zwei Kriegen geschrieben — und ein großes Buch des Friedens, das zu Herzen geht.“

 


Brita Steinwendtner
Brita Steinwendtner

Biographie

Brita Steinwendtner

Autorin von Essays, Gedichten,
Erzählungen, Romanen. Regisseurin

Geboren 1942 in Wels, Oberösterreich, aufgewachsen auf einem Bergbauernhof in Hinterstoder und Gymnasialzeit in Steyr.
Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Wien und Paris. Dissertation über Französische Aufklärungs-Geschichtsschreibung (Turgot, Condorcet). Lebt in Salzburg, verheiratet, zwei Kinder.
Medienarbeiten für Hörfunk und Fernsehen.
Lehrtätigkeit an Universitäten.
Intendanz Rauriser Literaturtage


Eintritt frei – Beschränkte Besucherzahl auf Grund Corona-Virus – Anmeldung erforderlich.

Anmeldung: reisingerelfi@gmx.net oder 0664 3419222

Bitte beachten Sie die aktuellen Coronamaßnahmen – Bitte Maske mitnehmen