"Franz Schuberts Winterreise ist ein Wunderwerk emotionaler Erzählkunst"
Elfriede Jelinek

Als Franz Schubert 1827 zum ersten Mal den Liederzyklus Winterreise präsentierte, reagierten seine Freunde mit Ratlosigkeit.
Zu roh, zu dunkel, zu schwer verdaulich!
Nur der berühmte "Lindenbaum" fand Gnade. Aber Schubert war sich vollkommen sicher, ein Werk von Bedeutung geschaffen zu haben, keine Komposition scheint ihm so wichtig gewesen zu sein, wie die musikalische Umsetzung dieser 24 Gedichte von Wilhelm Müller.
Und tatsächlich – dieser Zyklus ist quasi gleichbedeutend mit der Gattung Lied, sein Einfluss auf andere Künstler kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

In einer Inszenierung von Hermann Schneider setzte der Publikumsliebling des Linzer Musiktheaters 2019 und 2020 Martin Achrainer diese Liedtradition fort und interpretiert die 24 schmerzhaft schönen Lieder.


Biographie

Martin Achrainer
Martin Achrainer © mesic

Martin Achrainer, Bariton

„Seine warme, lyrische Stimme geht einfach ins Ohr“ (New York Times)

Der österreichische Bariton absolvierte eine Schauspiel und Musicalausbildung auf der MDW Wien, bevor er sein klassisches Gesangsstudium bei Rotraud Hansmann aufnahm. Weitere prägende Lehrer waren Brigitte Fassbaender, Robert Holl, Charles Spencer und Irina Gavrilovici.
Von 2004 bis 2006 war er am Tiroler Landestheater engagiert, 2006 bis 2008 an der Opéra National de Bordeaux (F), seit der Saison 2008/2009 ist er festes Ensemblemitglied des Landestheaters Linz. Der Bariton war Preisträger internationaler Gesangsbewerbe u.a. Robert Schumann-Wettbewerb, Hugo-Wolf-Preis, Gradus ad Parnassum und Hilde Zadek Bewerb. 2014 wurde Achrainer als erstem Preisträger die Richard Tauber Medaille verliehen.
Der Bariton sang über 100 Partien in Oper und Oratorium. Seine intensive Konzerttätigkeit führte ihn in die grossen Konzertsäle in Europa, USA, Japan und Korea. Dabei arbeitet er regelmäßig mit namhaften Dirigenten und RegisseurInnen wie Dennis Russell Davies, James Gaffigan, Kurt Masur, Marc Minkowski, Markus Poschner, Franz Welser-Möst, Ralf Weikert, Brigitte Fassbaender, Harry Kupfer, Sir David Pountney, Bob Wilson und La Fura dels Baus.
Der oscarnominierte Komponist Philip Glass widmete Martin Achrainer die Titelpartie seiner Oper «Kepler», sowie den Liedzyklus "Songs of Milarepa". Weitere Komponisten wie Kurt Schwertsik, Alexander Balanescu, Ernst L. Leitner, Ingo Ingensand und Rudolf Kelterborn schrieben Werke für den Sänger. Zahlreiche internationale CD und DVD Veröffentlichungen, sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen dokumentieren seine musikalische Arbeit.
In der Saison 2019/20 ist Achrainer u.a.: als Amfortas in Richard Wagners Parsifal am Musiktheater Linz zu hören und wird den "Falken", in einer Fledermaus-Produktion der Wiener Volksoper bei den Sommerfestspielen in Langenlois geben.

www.martinachrainer.com


Biographie

Bernadette Bartos
Bernadette Bartos

Bernadette Bartos, Klavier

Die österreichische Pianistin Bernadette Bartos absolvierte 2010 an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien ihr Konzertfachstudium. Sie studierte bei Heinz Medjimorec und Stephan Möller. Anschließend folgte ein Liedbegleitungsstudium am Royal College of Music in London bei Roger Vignoles und Graham Johnson.
Ergänzt wurde ihre Ausbildung in Meisterkursen bei Klaus Hellwig, Christopher Elton, Helmut Deutsch, Graham Johnson und Julius Drake.
Seit Oktober 2012 arbeitet sie als Lied-Korrepetitorin an der Universität Mozarteum Salzburg und spielt in den Klassen von Wolfgang Holzmair, Helmut Deutsch und Pauliina Tukiainen.
Ihre Konzerttätigkeiten führten sie nach Frankreich, Großbritannien, Uruguay, Slowenien, in die Schweiz, Slowakei, und Niederlande, sowie in den Schubert- und Mozart Saal des Wiener Konzerthauses und in den großen Saal des Wiener Musikvereins, wo sie 1999 mit Beethovens drittem Klavierkonzert debütierte.
Das Debüt in der Regent Hall in London wurde mit dem Ersten Preis des Beethoven Chamber Music Competition der Beethoven Society of Europe ausgezeichnet.
2010 wurde sie in Graham Johnson’s „Young Songmakers Almanac“ aufgenommen. Es folgten Liederabende in St. John’s Smith Square sowie beim Oxford Lieder Festival (Hollywell Music Room).
Weiters verbindet sie eine regelmäßige Konzerttätigkeit mit den Sängern Rainer Trost, Paul Armin Edelmann, Rafael Fingerlos, David Steffens, Gabriel Bermúdez, und Matthias Winckhler, mit den Mezzosopranistinnen Stephanie Houtzeel und Valentina Kutzarova und den Sopranistinnen Elisabeth Wimmer und Elisabeth Breuer. Kammermusikalisch tritt sie oft mit ihrem Ehemann dem Geiger Josef Herzer auf und erarbeitet seit März 2020 Repertoire für das von ihr gegründete Hohenecker-KlavierTrio.
Im März 2013 erschien bei Gramola eine CD mit Liedern von Benedict Randhartinger mit dem Bariton Wolfgang Holzmair und Bernadette Bartos am Klavier. Im Dezember 2015 kam eine CD mit dem Geiger der Wiener Philharmoniker Gerald Schubert heraus. Diese im Pizzicatto Magazin rezensierte und hoch gelobte Aufnahme beinhaltet Paraphrasen für Violine und Klavier aus Opern von Richard Wagner.
Für Naxos nahm sie Beethoven Lieder sowie auch Klaviertrios walisisch- und schottischer Volkslieder auf, die anlässlich des Beethoven Jahres 2020 in einer complete edition erschienen sind.


Eintritt frei – Beschränkte Besucherzahl auf Grund Corona-Virus – Anmeldung erforderlich.

Anmeldung: m.kocher-knaust@gmx.net oder Tel: 0650 4249401

Bitte beachten Sie die aktuellen Coronamaßnahmen – Bitte Maske mitnehmen