Konzert • "Cello solo und Kammermusik"


Freitag 19. Jänner 2018 • 19:30 Uhr - Haus der Kultur

Ein Streifzug durch die Celloliteratur mit

Ursina Braun, Baiba Osina, Nepomuk & Aurelius Braun“

Werke für Cello solo von Bach, Penderecki, Lutoslawski sowie Kammermusik von Boccherini, Beethoven, Schumann, Chopin, Britten und Prokofiev.


Ursina Braun wurde 1992 in der Nähe von Zürich geboren.
Im Alter von 6 Jahren erhielt sie ihren ersten Cellounterricht bei Seraina Puttkammer. Einige Jahre später wurde sie zusätzlich von Claude Starck unterrichtet, bis sie mit 14 Jahren als Jungstudentin in die Klasse von Thomas Grossenbacher an der Zürcher Hochschule der Künste aufgenommen wurde.
2010 begann Ursina Braun ihr Bachelor-Studium am Mozarteum Salzburg bei Clemens Hagen, welches sie 2014 mit Auszeichnung abschloss; anschließend wechselte sie an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo sie bei Heinrich Schiff - bis zu seinem Tod im Dezember 2016 - ihr Diplomstudium absolvierte.
Seit Oktober 2017 setzt sie ihr Studium am Mozarteum Salzburg in der Klasse von Clemens Hagen fort.
Seit ihrem 14. Lebensjahr komponiert Ursina Braun und wurde darin durch mehrere Preise an Kompositionswettbewerben des Schweizer Tonkünstlervereins und der Camerata Zürich sowie Aufträge, u.a. vom Musikkollegium Winterthur, bestärkt.
Ursina Braun ist mehrfache Preisträgerin internationaler Wettbewerbe, sie gewann u.a. den 1. Preis beim internationalen Enrico Mainardi Cellowettbewerb 2010 der Universität Mozarteum Salzburg, wurde 2016 beim Bach-Wettbewerb Leipzig zur Bachpreisträgerin gekürt, hat an eben diesem auch den Publikumspreis gewonnen und wurde zuletzt mit dem Studienpreis des Migros-Kulturprozent am Instrumentalwettbewerb 2016 ausgezeichnet.
Seit 2009 ist Ursina Braun Mitglied des Projektes Spira mirabilis, welches Orchester- und Kammermusikrepertoire von
Barock bis Moderne ohne Dirigenten erarbeitet und damit in europäischen Musikzentren gastiert. Ein großes Interesse von Ursina Braun gilt auch der historischen Aufführungspraxis; sie ist seit 2016 regelmäßig mit dem renommierten, von Nikolaus Harnoncourt gegründeten Orchester Concentus Musicus aufgetreten.

Ursina Braun, Violoncello
Ursina Braun, Violoncello

Nepomuk Braun, Violoncello
Nepomuk Braun, Violoncello

Nepomuk Braun, geboren 1991, stammt aus einer Münchner Musikerfamilie. Seine musikalische Ausbildung begann im Alter von sechs Jahren auf der Violine, nach zwei Jahren wechselte er zum Violoncello. Gleichzeitig war er sechs Jahre lang Solist des Kinderchors der Bayerischen Staatsoper. Nach langjährigem Unterricht bei Hanno Simons bis zum Abitur begann er im Oktober 2010 das Cellostudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Seine Lehrer waren dort zuerst Reinhard Latzko und anschließend bis 2016 Heinrich Schiff. Nun setzt er sein Studium am Salzburger Mozarteum bei Clemens Hagen fort. Wichtige musikalische Anregungen erhielt er außerdem bei Meisterkursen mit Steven Isserlis, Jens-Peter Maintz, Wolfgang Boettcher, Peter Bruns und dem Kuss Quartett. Sowohl solistisch als auch kammermusikalisch ist er mehrfacher Preisträger beim Wettbewerb „Jugend musiziert“.
2010 wurde er mit einem 1. Bundespreis im Fach Violoncello solo ausgezeichnet. Bereits als Solo-Cellist des Bayerischen Landesjugendorchester spielte er unter Dirigenten wie Robin Ticciati und Mariss Jansons und war an zahlreichen Produktionen des Bayerischen Rundfunks beteiligt. Seit 2011 spielte er regelmäßig u.a. bei den Wiener Symphonikern und Wiener Philharmonikern. Von 2015 bis 2017 war er beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Vertrag.
Als Kammermusiker trat Nepomuk Braun unter anderem mit Reinhard Latzko, Erich Höbarth und Alexander Lonquich auf und war zu Gast bei Festivals wie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Gustav-Mahler-Musikwochen Toblach, dem Bolzano Festival und der Loisiarte. Außerdem konzertierte er als Solist u.a. unter der Leitung von Kurt Sassmannshaus wiederholt mit der Philharmonie Bad Reichenhall sowie der Polnischen Kammerphilharmonie.
Seit Oktober 2011 ist Nepomuk Braun Stipendiat des Cusanuswerks.


Baiba Osina wurde in der lettischen Hauptstadt Riga geboren, wo sie bei Prof. Ilze Graubina und bei Prof. Sergejs Osokins studierte. Seit 2005 war sie Studentin bei Prof. Stefan Arnold an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo sie ihr Konzertfach Studium mit Auszeichnung 2013 abschloss. Darüber hinaus nahm sie an Meisterkursen von Paul Badura - Skoda, Elisabeth Leonskaja, Alexander Jenner, Dmitri Alexeev und Vitaly Margulis teil. Sie erhielt den Ersten Preis beim Staatswettbewerb Lettlands in Riga und beim Internationalen N.Rubinstein- Wettbewerb in Paris, sie ist Preisträgerin des Kammermusik-Wettbewerbes in Thessaloniki und des J.Windisch Kammermusik-Wettbewerbes in Wien. Sie war Mitglied der Organisation Live Music Now Wien und Stipendiatin der Wiener Beethoven-Gesellschaft und Victor Bunzl-Stiftung. Auftritte als Solistin und Kammermusikerin gab sie in Lettland, Österreich (u.a. beim Internationalen Chopin-Festival in Gaming, beim Kammermusik-Festival Musiktage Mondsee und bei den Wiener Festwochen im Musikverein), Deutschland, Schweden, Frankreich, Italien, England, Griechenland, Bulgarien (u.a. bei internationalen Musikfestival in Varna), Litauen und Portugal.

Baiba Osina, Klavier
Baiba Osina, Klavier © Porietis

Aurelius Braun, Klavier
Aurelius Braun, Klavier

Aurelius Braun, geb. 1995, begann seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren auf dem Violoncello, auf dem er bis zu seinem siebzehnten Lebensjahr unterrichtet wurde. Im Alter von neun Jahren begann er zusätzlich mit dem Klavierunterricht bei Kristina und Martina Bauer.
2011 wurde er in die Hochbegabtenförderung der Musikhochschule München aufgenommen und war dort Jungstudent in der Klavierklasse von Prof. Margarita Höhenrieder. Nach dem Abitur 2013 wechselte er zu Prof. Klaus Hellwig an die Universität der Künste Berlin.
Dieses Jahr gewann er den Sonderpreis des 24. Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs in Österreich. Beim Wettbewerb Jugend musiziert erzielte er mehrfach Bundespreise.
Von 2004 - 2009 sang er als Solist im Kinderchor der Bayerischen Staatsoper und trat dort u.a. in Jules Massenets Werther und in Alban Bergs Wozzeck an der Seite von Michael Volle auf.
Als Pianist konzertierte er solistisch und kammermusikalisch u.a. in Schloss Schleißheim, in der Münchner Philharmonie, in der Allerheiligenhofkirche der Münchner Residenz, im Bibliotheksaal Polling, der Hamburger Laeiszhalle, im Thalia-Theater Hamburg, im Stadttheater Uelzen, in Philadelphia (Pennsylvania) und in Turku (Finnland). Zuletzt trat er im Münchner Gasteig an Silvester 2016 mit Beethovens 2. Klavierkonzert auf.
Der Bayerischen Rundfunk nahm ihn in Konzertmitschnitten und Live- Sendungen wiederholt auf.
Seit 2015 ist er Stipendiat der Paul- Hindemith-Gesellschaft Berlin, seit 2016 auch der Ad Infinitum Foundation und des DAAD.
Als Kammermusiker wie auch als Solist sammelte er bei Meisterkursen mit Martin Hughes, Bernd Goetzke, Andrzej Jasiński, Antti Sirrala, Emanuel Ax, Hélène Grimaud und Yefim Bronfman neue künstlerische Impulse.