Konzert Ensemble VIVANTE

Claudio Monteverdi "Baciando I'Aria"
Tenorduette über Liebesleid und Liebesfreud

Sonntag 6. 10. 2019, 18.00 Uhr, Pfarrkirche Anif


Ensemble Vivante
Ensemble Vivante

Erik Leidal - Tenor
Tore Denys - Tenor
David Bergmüller - Theorbe & Barockgitarre

Anne Marie Dragosits - Cembalo
Daniel Pilz - Viola da gamba & Barockgitarre
Reinhild Waldek - Barockharfe


Claudio Monteverdis Tenorduette sind ein ganz besonders farbenreicher Kosmos innerhalb seines Schaffens. Monteverdi muss diese Gattung besonders geschätzt haben, das beweist nicht nur die Anzahl von erhaltenen Tenorduetten aus seiner Feder, sondern auch die kompositorische Kreativität, die er in dieser Gattung einsetzt. Die zwei Tenorstimmen nehmen innerhalb jeden Stückes unmittelbar aufeinanderfolgend völlig unterschiedliche Positionen ein, erzählen gemeinsam oder hintereinander eine Art Geschichte, treten in Dialog, fechten innere Kämpfe von den sprichwörtlichen zwei Seelen in einer Brust aus oder verschmelzen zu einer einzigen Stimme, die wie aus einem Mund singt. Auch im Continuo sind die Aufgaben und Farben vielfältig, die Bandbreite reicht von rezitativischer, freier Begleitung bis hin zu polyphoner Mehrstimmigkeit im Stimmengeflecht mit den Tenorstimmen.

Das Ensemble vivante im August d. J. zu Gast bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wurde nach seinem Debütkonzert beim Wiener Festival für Alte Musik "Resonanzen" im Jahr 2007 in einer Konzertrezension der Zeitung "Die Presse" als eine echte Entdeckung gefeiert. "Irisierende Klangwirkung" schrieb die deutsche Zeitung "Die Welt" nach einem Konzert von vivante.
Das in Wien beheimatete Ensemble hat sich in der Grundbesetzung mit zwei Tenören und vier Continuospielern vor allem der Musik des Italienischen Frühbarocks und insbesondere der Form des Tenorduetts verschrieben. Der einzigartige Klang des Ensembles resultiert aus der ungewöhnlichen Zusammenstellung. Zwei Tenöre, der Belgier Tore Tom Denys und der Amerikaner Erik Leidal, werden von vier österreichischen Instrumentalisten mit einer Fülle an Klangfarben begleitet: David Bergmüller (Theorbe, Laute, Gitarre), Anne Marie Dragosits (Cembalo, Orgel), Daniel Pilz (Viola da Gamba, Gitarre) und Reinhild Waldek (Harfe). Seit dem Erringen des ersten Preises beim Schmelzer-Wettbewerb der Internationalen Barocktage Stift Melk im Mai 2005 tritt vivante bei Festivals wie eben den «Resonanzen» im Konzerthaus Wien, beim Utrecht Festival "Oude Muziek", bei "Musica antiqua" Brügge, der Residenzwoche München, bei "Rheinvokal", "Itinéraire baroque", dem Osterfestival Tirol, dem Brunnenthaler Konzertsommer, den Donaufestwochen Grein und vielen anderen auf. Mehrere CDs dokumentieren die Arbeit von vivante: So erschienen in der ORF-Edition für Alte Musik die Alben "Li fiori" (Ersteinspielung von Auszügen aus Kapspergers sechstem Villanellenbuch) und "Alla Luce" (mit Raritäten von Frescobaldi, Strozzi, Rovetta, Monteverdi und Kapsperger) sowie 2015 beim Label Deutsche Harmonia Mundi das Album "Bella è la donna mia".
Heuer kommt die neue CD von vivante mit Tenorduetten von Monteverdi heraus. Nicht nur in den Konzertsälen, auch in Konzertübertragungen europäischer Radiostationen ist vivante regelmäßig zu hören.


Karten: € 15,– / erm. € 10,– an der Abendkassa und Kartentelefon 0650/ 424 94 01.