Jubiläumskonzert anlässlich 30 Jahre „Partnergemeinden Anif – Eppan (Südtirol)“


Bilder: Thomas Wozak - wozart.at


Dienstag, 11. 9. 2018, 19.30 Uhr

Duo Andrea BONATTA – Pavel GILILOV: Klavier zu 4 Händen

 

Auf dem Programm:

Franz Schubert: Rondo in A-Dur Op. 107, D 951

W.A. Mozart: Sonate in C-Dur KV 521, Allegro - Andante - Allegretto

Johannes Brahms: Walzer Op. 39

Franz Schubert: Fantasie in f-Moll Op. 103, D 940


ANDREA BONATTA

ANDREA BONATTA stammt aus Bozen (Südtirol, Italien). Er studierte bei Paul Badura-Skoda in Wien, Nikita Magaloff in Genf, Stefan Askenase in Bonn und Wilhelm Kempff in Positano. Andrea Bonatta hat das gesamte Klavierwerk von Brahms sowie diverse andere CDs mit Werken von Schubert und Liszt eingespielt und dabei die wichtigsten Auszeichnungen der Kritik erhalten: Choc/Le Monde de la Musique, FFFF/Télérama, "Beste CD des Jahres"/Neue Musikzeitung.

Er hat in der ganzen Welt gespielt. Seine größten Erfolge feierte er als Solist sowie mit bedeutenden Orchestern in Rom, Berlin, Moskau, Prag, Shanghai, Peking, Xiamen, Paris, Wien, London, Hanoi, Tiflis usw. Sein Buch über das Klavierwerk von Johannes Brahms fand breite Anerkennung und gilt als Referenzwerk auf diesem Gebiet.

Andrea Bonatta war langjähriger künstlerischer Leiter und Vorsitzender der Jury des Internationalen Klavierwettbewerbes "F. Busoni" in Bozen, hat das Klavierfestival "F. Busoni" ins Leben gerufen und war Vizepräsident der Fédération Mondiale des Concours Internationaux de Musique von Genf. Er ist künstlerischer Berater des Internationalen Klavierwettbewerbs "Franz Liszt" in Utrecht, Gründer und Leiter der Klavierakademie Eppan, Ehrenprofessor des Konservatoriums von Shanghai. Bonatta leitet eine Meisterklasse an den Talent Music Masters Courses in Brescia und ist Gastprofessor an der Sommerakademie Mozarteum in Salzburg.

Andrea Bonatta hielt Meisterkurse in der ganzen Welt, in Tokyo, Shanghai, Peking, London, Seoul, Hannover, Köln, Moskau,Wien, New York, Boston und ist gefragtes Jury-Mitglied der wichtigsten internationalen Wettbewerben wie Cleveland (Juryvorsitzender), Van Cliburn-Texas, Géza Anda – Zürich, Liszt-Utrecht, Beethoven-Bonn, Rubinstein-Tel Aviv und viele andere.

Im Bereich der Kammermusik kam es zur Zusammenarbeit mit bedeutenden Musikern, so spielte er im Klavierduo mit Paul Badura-Skoda und Valentin Georghiu und mit den Violinisten Domenico Nordio und Sergej Krylov. Zur Zeit spielt er im Klavierduo mit Pavel Gililov.

Seit mehreren Jahren dirigiert Bonatta Mozarts Klavierkonzerte vom Klavier aus, was ihn dazu bewogen hat, sich auch mit großen symphonischen Werke auseinanderzusetzen. Als Dirigent hat Bonatta das Shenzhen Symphony Orchestra, das Suwon Philharmonic Orchestra und das KBS Symphony Orchestra in Süd-Korea, das Filarmonica Banatul Timisoara in Rumänien, das Tbilisi Symphony Orchestra in Georgien, das Orchestra del Teatro Olimpico di Vicenza und das Lithuanian Chamber Orchestra geleitet. Seine Orchestertranskription von Liszts Trauervorspiel und –Marsch wurde in Südamerika uraufgeführt. In seinem symphonischen Repertoire spielen die 4 Symphonien von Brahms eine zentrale Rolle. Arie Vardi hat von ihm gesagt: indeed a natural born conductor with music flowing in the hands.

PAVEL GILILOV

PAVEL GILILOV wurde in Donezk, Ukraine geboren und erhielt den ersten Klavierunterricht bei seinem Vater. Er absolvierte ein Studium an einer Spezialschule für hochbegabte Kinder in St. Petersburg wo auch Musiker wie Boris Pergamenschikow, Gidon Kremer, Mischa Maisky und Grigory Sokolov waren.

Während des Studiums wurde Pavel Gililov Preisträger des Nationalen Klavierwettbewerbs in Moskau (1972) und des Internationalen Chopin Wettbewerbs in Warschau (1975). Darauf folgte eine intensive Konzerttätigkeit in der Sowjetunion und im sozialistischen Ausland. Nach seinem Abschluss 1976 wurde er am St. Petersburger Konservatorium als jüngster Dozent für das Konzertfach Klavier aufgenommen. Aufgrund des politischen Drucks beantragte Pavel Gililov 1978 die Ausreise und emigrierte zunächst nach Österreich und dann nach Deutschland. In Köln setzte er seine pädagogische Arbeit fort.

Gleich nach der Übersiedlung in den Westen gewann er den internationalen „G.B. Viotti“ Wettbewerb in Vercello, Italien und begann damit eine neue Phase in seinem Konzertleben, zahlreiche Solo- sowie Orchesterkonzerte folgten. Er konzertierte u.a. mit den Philharmonischen Orchestern Leningrad, Moskau und Warschau, dem Polnischen Rundfunkorchester, Philharmonia Hungarica, Wiener Symphoniker, Netherlands Philharmonic Orchestra, Berliner Philharmonisches Kammerorchester, Gürzenich Orchester Köln, RAI-Turin, Detroit Chamber Orchestra unter Dirigenten wie Lawrence Foster, Andris Jansons, Valery Gergiev und James Conlon. Seine Engagements führten ihn in die wichtigsten Kulturmetropolen, so spielte er in der Berliner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Musikverein Wien, La Scala Mailand, Teatro Real Madrid, Palao de la Musica Barcelona, Concertgebouw Amsterdam, Tonhalle Zürich, Palais des Beaux-Art Brüssel, Teatro Cologne Buenos Aires u.v.m. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen für die Deutsche Grammophon, RCA Victor, Toshiba EMI, Virgin, Orfeo u.a. belegen sein vielfältiges musikalisches Schaffen. Pavel Gililov war und ist gerngesehener Gast bei bedeutenden Festivals wie Edinburgh, Newport, Schleswig-Holstein, Rheingau, bei den Salzburger und Ludwigsburger Festspielen und vielen anderen. Mehrere Werke zeitgenössischer Komponisten sind Gililov gewidmet und von ihm uraufgeführt.

Neben der solistischen Konzerttätigkeit widmet sich Pavel Giliov mit großer Leidenschaft auch der Kammermusik. Mit Boris Pergamenschikow gründete er ein Duo, das weltweite Anerkennung genoss und viele Einspielungen hinterließ, und gründete das Gililov Klavierquartett (früher Berliner Philharmonisches Klavierquartett).

Pavel Gililov hat seine Konzerttätigkeit immer erfolgreich mit seiner pädagogischen Tätigkeit verbunden. Als Professor an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und am Mozarteum Salzburg bildete er zahlreiche internationale Preisträger aus, die in der ganzen Welt erfolgreich konzertieren. Er gibt weltweit Meisterkurse für junge Pianisten und leitete über mehrere Jahre hinweg die Sommerakademie Lausanne. Zudem ist er bei vielen internationalen Klavierwettbewerben Mitglied der Jury. 2005 gründete er die Telekom Beethoven Competition Bonn, deren künstlerischer Leiter und Jury-Präsident er bis heute ist.