Claudio Monteverdi und seine Zeit 450 Jahre Claudio Monteverdi: „Hommage à Monteverdi“

Begrüßung Dr. Konrad Wutscher

Ein Konzert mit dem Ensemble Antonio Draghi mit Werken von Claudio Monteverdi und Zeitgenossen


Dienstag, 3. Oktober 2017 • 19:30 Uhr - Pfarrkirche St. Oswald, Anif

Ensemble Antonio Draghi

Das Ensemble Antonio Draghi:

  • Pia Ernstbrunner, Alt
  • Alrun Pacher, Renaissance- & Barockblockflöten
  • Rebeca Ferri, Barockcello & Blockflöten
  • Pietro Prosser, Arciliuto (Laute)


Künstlerbiografien:

Pia Ernstbrunner, geboren in Wien, Studium der Musik- und Theaterwissenschaften in Wien und Cremona, Forschungsarbeiten und Lehraufträge an den musikwissenschaftlichen Instituten der Universitäten Graz und Wien; private Gesangsausbildung. Meisterkurse u.a. bei Sena Jurinac, Jessica Cash und Ashley Stafford; derzeit wird Pia Ernstbrunner künstlerisch von Bernhard Landauer betreut. Ihre solistische Tätigkeit begann im Bereich der Kirchenmusik und auch des Jazz. Operndebüt in Draghis "La patienza di Socrate con due mogli" in Rimini unter Alan Curtis. Soloauftritte führten die Altistin u.a. nach Polen, Tschechien (u.a. Festival „Passion99“ in Prag, in der Titelrolle von Draghis „Jephte“), Bayern (J. S. Bachs „Johannespassion“ im Rahmen der „Tage Alter Musik Dießen“), Salzburg, Tirol, sowie nach Italien (Konzerte mit Renaissance- und Barockmusik u.a. in Venedig, in Trient beim Festival „TrentoMusicaAntica“, und im Rahmen der „Notti Malatestiane“).

Pia Ernstbrunner tritt mit verschiedenen Ensembleformationen im Bereich Alte Musik auf (u.a. La Girometta, Antonio Salieri Kammerensemble, Dialogo CHordiale – mit dem sie auch in Bernhard Trebuchs Sendung „Alte Musik - neu interpretiert“ zu Gast war –  und dolce risonanza), Wiener Bachsolisten und Virtuosi Saxoniae, als Mitglied der a-cappella-Formation ensemble 15.21, dem sie seit dem Jahr 2000 angehört (3 CD-Produktionen: „Monteverdi - Madrigale“, „Zeit und Ewigkeit“ und „The Triumphs of Oriana“). Neben den großen Schwerpunkten Kirchenmusik, geistliche wie weltliche Sololiteratur des Barock und Vokalpolyphonie aus Renaissance und Gegenwart, gilt ihre Liebe auch dem Liedrepertoire der vergangenen 200 Jahre und den traditionellen Spirituals der Schwarzen Amerikas.


Alrun Pacher, geboren in Salzburg. Studium der Pädagogik in Wien, Musik- u. Tanzerziehung am Orff-Institut in Salzburg, Blockflöte an der Hochschule für Musik u. Darstellende Kunst in Wien (Helge Stiegler) und am Mozarteum Salzburg (Irmgard Tutschek-Waidosch, Carin van Heerden). Meisterkurse u.a. bei Han Tol, Daniel Brüggen, Paul Leenhouts u. Gerd Lünenbürger. Zahlreiche Konzerte mit dem Blockflötenensemble Sol Maggiore Hamburg (Renaissancemusik auf Nachbauten des Blockflötenconsorts des KHM Wien) Konzerte für Kinder im Brucknerhaus Linz und im Musikverein Wien. Zusammen mit der Sängerin Kimiko Hagiwara gründete Alrun Pacher das Skyspace Ensemble (Neue Musik in Bezug auf Kunstwerke von James Turrell). Unterrichtstätigkeit mit Kindern, Jugendlichen, und Erwachsenen (Staatl. Jugendmusikschule Hamburg, Musikum Salzburg, Landesmusikschulwerk Oberösterreich, Hamburger Konservatorium). Alrun Pacher hält Lehrerfortbildungen und Workshops im Fach Klang & Farbe, das sie auch am LMS OÖ unterrichtet. Als Konzertpädagogin arbeitet sie mit den Wiener Philharmonikern und dem Mozarteumorchester Salzburg zusammen und hält Einführungsvorträge für die Freunde der Salzburger Festspiele.


Rebeca Ferri, in Rom geboren, besuchte dort die Deutsche Schule und machte 1995 Abitur. Ihr Cello-Studium bei Maurizio Gambini am “Conservatorio di Santa Cecilia” (Rom) schloss sie 1998 mit dem Diplom ab. Sie lernte Blockflöte mit Armando Carideo und Maria De Martini und nahm an Meisterkursen von Kees Boeke, Michael Schneider, Han Tol, John Tyson und Marcos Volonterio teil. Seit 1995 hat sie das Studium für Barockcello mit Anner Bylsma, Gerhart Darmstadt, Roel Dieltiens, Balazs Maté und Stefano Veggetti vertieft und an Basso Continuo-und Kammermusikkursen (z.B. mit Jesper Christensen, Reinhard Goebel, Jordi Savall, Lars Ulrik Mortensen und dem Borodin Quartett) teilgenommen. Von 2000 bis 2002 war sie Stipendiatin der Yehudi Menuhin “live music now”-Stiftung.
Von 1999 bis 2003 studierte sie bei Jaap ter Linden an der “Hochschule für Musik Würzburg” Barockcello und hat das Diplom erlangt. An der “Hochschule für Musik und Theater München” schloss sie im Juni 2007 die Meisterklasse in Barockcello bei Kristin von der Goltz ab.

Sie spielt mit I Turchini, Gli Incogniti, L’Astrée, Concerto Romano, A l’Antica, Ensemble Arte Musica, Academia Montis Regalis, Soavi Affetti, Ensemble Baroque du Léman, Ensemble 1800, Hortensia Virtuosa und hat an Produktionen mit dem Freiburger Barockorchester, La Venexiana, La Risonanza, Accademia Bizantina, Main-Barockorchester teilgenommen, sowie an CD-Einspielungen für OPUS 111, GLOSSA, TACTUS, CARUS, AMADEUS, ELOQUENTIA, BRILLIANT, HARMONIA MUNDI, und SONY.
Rebeca Ferri spielt ein Cello von André Mehler, Leipzig 2011 (nach Martinus Kaiser, Venezia 1679), ein anonymes Cello (England 18. Jhd.) und Blockflöten von Francesco Li Virghi.


Pietro Prosser, geboren 1965 in Italien, hat 1989 seine Studien der klassischen Gitarre abgeschlossen. Nach dem Studium der Laute an der Civica Scuola di Musica in Mailand bei Paul Beier und am Konservatorium in Parma, absolvierte er 2001 bei Andrea Damiani am Konservatorium S. Cecilia in Rom.
Mit der Spezialisierung auf die Praxis des Generalbasses, ist er mit verschiedenen Renaissance und Barock Ensembles in Italien tätig - Ensemble Zefiro, Academia Montis Regalis, Accademia Bizantina, I Solisti Veneti, Streicherakademie Bozen, Venice Baroque Orchestra, Bozen Baroque Orchestra - Europa - Capella Savaria (Szombathely, Ungarn), Piccolo Concerto (Wien), Collegium 1704 (Prag) - Japan und Süd-Amerika.
Als Solist und Begleiter nahm er an verschiedenen ersten Wiederaufführungen bzw. Uraufnahmen u.a. bei CHANDOS, STRADIVARIUS, BRILLIANT CLASSIC, SARX, SYMPHONIA, HYPERION, RAI3, teil. 2003 nahm er die Doppelkonzerte für Mandora, Maultrommel und Streicher von Johann Georg Albrechtsberger auf (ORF ALTE MUSIK).

2005 in Athen nahm Pietro Prosser als europäischer Vertreter an dem International Lute Meeting teil, zusammen mit den berühmtesten Oudisten arabischer Kultur. Seit 2007 spielt er als Lautenist mit dem Barockorchester Divino Sospiro in Lissabon.
Prosser absolvierte das musikwissenschaftliche Studium (Universität Pavia - Scuola di Paleografia e Filologia Musicale di Cremona) und widmet sich hauptsächlich dem Quellenstudium der Calichon- und Mandoratabulaturen.


Danke Ensemble Antonio Draghi, für das Konzert in der Anifer Kirche. Das herausragende Niveau, eure Spielfreude, die Zusammenstellung des Programmes - die "Hommage à Monteverdi" war eine Sternstunde für Anif.Kultur.


Bilder & Video: Teresa Kwasny